Brainworker-Blog

June 9, 2010

Geld sparen mit Cablecom 2. Teil: System EasyJet: Kleinvieh macht auch Mist

Filed under: Wirtschaft, Editor — admin @ 2:40 pm

Das geht etwa so: Nachdem ich jahrelang die Vertreter von Cablecom abgewehrt habe, a) aus der Erfahrung heraus, dass billiger meist teurer kommt, b) dass einfacher Umstieg meist viel Arbeit bedeutet, c) dass das bestehende, das funktioniert, eigentlich nicht ersetzt werden sollte (if it ain’t broke - don’t fix it), liess ich mich von einem sympathischen arabischen Vertreter eben doch über den Tisch ziehen:

> Schnellere Leitung, keine höheren Kosten (allerdings auch keine tieferen ….), unabhängig vom zunehmend be- und überlasteten Telefonsystem, dazu bezahle ich per Miete eh 20.- für den Kabelanschluss - für den Fernseher. Dazu der erste Monat gratis, + Modem und das ganze Karsumpel.

Das Karsumpel hat mich doch + 58.- gekostet an Leitungen, von denen ich allerdings noch eine falsche gekauft habe, für 40.-, die ausgepackt aber nicht zurückzugeben war. Dann kam der Mechaniker Mitte November, installierte alles, erklärte mir auch noch, dass ich die Kündigung bei Bluewin einreichen müsse um den Abzug zu erhalten, was ich sehr seltsam fand, also vergass (wie Gott-sei-Dank das Meiste, was mir seltsam vorkommt). Dann kam im März oder so die erste Rechnung, ab Mitte November, ohne irgend einen Abzug, weder von Monat noch von Barem. Hälfte November und Dezember hatte ich also 2 Internetanschlüsse - allerdings mit doppelten Kosten + 90.-. (Cablecom lässt sich ein Formular unterschreiben, laut dem alle Kosten der Kündigung oder Nichteinhaltung von Kündigungsfristen zu lasten des Abonnenten gehen, ist also auch nicht unbedingt zu empfehlen.) Diese Rechnung hab ich eingeschrieben zurückgeschickt - keine Antwort, dafür bald die 1. Mahnung (+ 25.-). Telefon: Ja ich müsse halt die Kündigung einschicken, es sei zwar zu spät, aber man drücke jetzt ein Auge zu. Nächste Rechnung, abzüglich 75.- und all der Details, die keine Sau versteht die zugeschlagen und abgezogen werden. Da ich immer noch auf den Abzug der versprochenen 100.- wartete, liess ich die liegen, bis eine weitere Mahnung kam (Nochmals Abzug von 25.-). Dann hab ich die Rechnung einbezahlt - abzüglich 100.-, per Internetbanking, was von cablecom mit einer weiteren Mahnung bedacht wurde, mit der Drohung, die Leitung zu sperren Aufschaltkosten 40.-, Dauer bis zu 3 Tagen, ausser man zahle nochmals 40.-, dann geht’s in 1 Tag.

Im Juni hatte ich dann eine ganz normale Rechnung: 73.80 für Mai, 68.10 unbezahlt von Vorperiode, Zahlungstermin 16.6.2010. Eigentlich kein Problem … aber am Samstag den 5. Juni um 7-45 wurde das Netz und das Telefon abgestellt … weil man mich schon im Vormonat gewarnt habe. Nett. Eine Dame der Auskunft meint, ich müsse erst die alte Rechnung von 129.- bezahlen, und dann noch die von 141.90. Ein Herr meint, das alles sei wohl ein Versehen, da auf der Mairechnung weder eine Mahnung noch die Androhung einer Sperrung steht. Eine andere, sehr resolute Dame meint, die kämen alle nicht draus, die erste Dame, weil sie das System mit den Gutschriften und Abzügen nicht verstünde (genau so wenig wie ich, d.h. in dem Falle wurden aus 141.90 129.-, weil ich, der Sperrung wegen, die Dienstleistung ja gar nicht benutzen kann. Der Nervenschonendste Fall wäre also, cablecom monatlich 58.- zu überweisen … und auf die Dienstleistung zu verzichten … oder generell darauf zu verzichten), der Herr von der Technik, weil das gar nicht seine Sache sei, und er den Ueberblick nicht habe. Ja mei, wenn das eigene Personal, das dem Kunden Auskunft geben soll, entweder keine Ahnung oder keinen Ueberblick hat, wie soll sich da der Kunde denn auskennen. Vermutlich müsste man erst einen cablecom-Kunden-Kurs absolvieren - oder ganz einfach alles sofort bezahlen, ohne zu fragen, was einem ja dauernd nahe gelegt wird.

Am 7. Juni hab ich die Rechnung also bezahlt, obwohl mir das Ganze dubios vorkommt, am 8. wart’ ich auf das Internet …

Die aufgelaufenen Zusatzkosten für mich betragen also: 238.- + 5.- für ein nie beantwortetes Einschreiben, 5.- für die Einsendung der Kündigungsbestätigung, jede Menge Nerven und Telefone (kleiner Trost: Die kosten cablecom mehr als mich ….). Also rund 250.- Extrakosten für den Wechsel - und bereits 5.5 “internetfreie” Tage in bloss einem halben Jahr. Unerfreulich, insbesondere für einen Webredaktor. Ich glaub, ich sollte noch ein paar Mal telefonieren … na ja, die 100.- muss ich ja davon noch abziehen, also 150.- hab ich die Leute schon gekostet an Nerven und Zeit. Man kann Geld allerdings auch unterhaltsamer verwenden …. Halten Sie sich also besser an die gute alte Regel der Amis (nicht alles ist Bush was von dort kommt): If it ain’t broke - don’t fix it!

Apropos Karsumpel: Da wäre noch der gratis abgegebene wireless lan. Definitiv nicht zu gebrauchen, denn der wird so heiss, dass man Eier darauf braten könnte, was vermutlich auch nicht ganz ohne Energieverbrauch geht - und in einer papierreichen Büroumgebung vielleicht doch nicht ganz ungefährlich ist.

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